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Samstag, 19 Mai 2012
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Bericht über den Sommer mit CIRCE HJ222 Drucken E-Mail
Samstag, 11 September 2004

Neben der Teilnahme an den Mittwochsregatten des HSC auf der Alster, an denen nun schon regelmäßig zwischen 70 bis 90 Boote, quer durch alle Klassen angefangen von der "Teeny's" bis hin zu "5.5mR" Yachten, teilnehmen, gab es für "CIRCE", begünstigt durch mein Ausscheiden aus der Welt der regelmäßigen Arbeit, in diesem Jahr eine Reihe anderer Schwerpunkte. Hiervon nachstehend ein kurzer Bericht:


DEUTSCHLAND POKAL im SvSE

War eine sehr schöne Veranstaltung, an der meine Vorschoterin Kersten und ich auch in diesem Jahr gerne wieder teilgenommen haben. Bei den ersten Wettfahrten merkten wir bei den mittleren Winden deutlich, daß die "alten" A&R-Boote keinen Stich langsamer als wir sind, sondern uns wegfuhren. Wir kamen einfach nicht zu Potte. Am nächsten Tag sah es etwas besser aus, nachdem wir für den etwas leichterem Wind unsere neue Beilken-Genua angeschlagen hatten. Daß wir bezüglich "Genua" etwas machen mußten, hatte ich schon beim letzten Pokal gemerkt.
Der Verein am Speichersee hatte sich wieder unendliche Mühe gegeben, den Hansa-Jollen eine stimmige Regatta zu bieten. Nur ist es schade ist, daß nicht mehr kamen.
Ich denke jedoch, daß andere, die das viel besser können, über diese Regatta berichten werden.

ROBBE & BERKING CLASSICS in Flensburg 13 - 15.6 2003

Nachdem die Meter-"R"-Yachten für ihre Sterling-Cup-Wettfahrten, an denen ich auf einem 6er (ELISABETH IX) teilnahm, während der Woche ordentlich Wind hatten, war zum Wochenende nur noch eine leichte Brise nachgeblieben. Vorausgesagt waren aber 4-5 Bft.
Für die R&B Classics waren insgesamt gut 200 Yachten am Start. CIRCE war, als eines der kleinsten Boote, in Gruppe 10 untergebracht.
Als Crew habe ich eine junge Dame "vom Steg" schanghait, die ihren Job gut machte.
Noch vor dem Start wurde der Wind so leicht, daß wir von der Fock noch schnell auf die Genua wechselten, eine gute Entscheidung. Start war ein wenig nördlich von Mürwik, und der Kurs ging bei traumhaftem Wetter die wunderschöne Flensburger Förde hinunter, an Glücksburg vorbei, zu einer Tonne, die 2-3 Meilen weiter vor dem Dorf Schwennau ausgelegt war. Ich habe mich auf dieser Vor-Wind-Strecke auf dem Vordeck entspannt, die Genua ausgebaumt, das Ganze sehr genossen und meine Crew steuern lassen.
Von der Wendemarke ging es bei abflauendem Wind dafür aber auf einer Kreuzstrecke wieder in die Förde hinein zu einer Tonne unter der dänischen Küste bei Kollund. Auf diesem Törn zeigten sich die ganzen Tücken dieser Förde und mir die Einheimischen, wie man damit umgeht. Von Kollund aus, immer noch eine Kreuz, bei gut auffrischendem Wind weiter in die Förde hinein bis zur Ziellinie bei Mürwik. Auf diesem letzten Bein konnten wir viel gutmachen und durften uns dafür am Abend auf der Preisverteilung R & B-Silber abholen.
Die Preisverteilung machte Oliver Berking in einer überaus launigen Art und Weise, bei der jeder sein "Fett" wegbekam, aus dem Cockpit eines 5.5er's heraus, der dafür an Land stand.
Die ganze Veranstaltung auf einem der schönsten Reviere in Deutschland, mit mehreren Jazz- Kapellen, den vielen wunderschönen altenYachten im Innenhafen gleich gegenüber von den Museumsschiffen macht so viel Spaß, daß sie eigentlich für Hansa Jollen ein "Muß" ist.

EUROPE WEEK in Svendborg DK 11-19. Juli 2003

Da wollten Dieter Timm mit seiner +171, Michael Krummhoff mit der +58, Rüdiger Schach mit seiner +148 und ich unbedingt hin! 750 Jahre Svendborg-Feier, das war vielversprechend. Die Dänen können gut feiern! Dieter mußte aber statt dessen nach London und konnte nicht, was uns beiden sehr leid tat. Michael und Rüdiger fielen auch aus. (Rüdiger traf ich später mit seinem anderen Schiff in Svendborg). Also "CIRCE" mit dem Hänger nach Laboe, bei Knierim ins Wasser der Kieler Förde, Proviant an Bord und alleine in etwa 7 Stunden bei raumen Winden über die Ostsee nach Marstal auf Aerö.
Für den nächsten Tag war ordentlich Wind angesagt, der auch aus Norden kam und über den Tag ständig auffrischte.
"CIRCE" und ich segelten mit Fock hoch am Wind querbeet von Marstal zwischen den Inseln Store Egholm und Birkholm hindurch in Richtung Drejö. Die Welle und der Wind wurden richtig ruppig nach der Enge, und es wurde eine volle Kreuz. Aber auch vorher mußte ich auch schon ständig an Deck sitzen. Hinter Hjortö konnte ich ein wenig in die Rinne Höjestene Löb ablaufen, mußte dann aber etwa 2/3 zwischen Drejö und Skarö wieder an die Kreuz zwischen diesen beiden Inseln hindurch in Richtung Norden, weil ich nach Fjaellebroen an der Südküste von Fyn wollte. Weil es aber Wochenende war, war der Hafen als ich kam schon voll, so daß ich in Richtung Svendborg abdrehte. Nun hatten wir auch stramme 5 Bft. und "CIRCE" "flog" mit brummendem Ruder in den Sund hinein. Der Hafen Svendborg war mir auch zu "voll", also weiter durch diesen wunderschönen Sund hindurch nach Troense auf Tasinge. (Das ist der Hafen mit dem niedlichen Schiffahrtsmuseum, wo auf den Besucher eine ganze Reihe von H. Rasmussens's Halbmodellen wartet) In diesem Hafen lagen sie jedoch auch schon in großen Päckchen, und man lag bei dieser Windrichtung dort ungeschützt, daß ich gleich zur "Walstedt Werft" im Thurö Bund weitersegelte.
Dort bekam ich einen schönen kleinen Liegeplatz, genau richtig für CIRCE, und alle die vorbei- gingen, blieben erst mal stehen, um sie sich anzusehen.
Die Regatta fing mit einer großen Party bei "Walstedt" mit großem, kostenlosen Buffet in den Bootsschuppen an. Der Hafen war voll, die meisten Yachten hatten über die Toppen geflaggt, es war ein wunderschöner Abend. Vielen Dank an die Familie Walstedt, die zusammen mit der ganzen Werftcrew dafür im Einsatz war.
Gleichzeitig mit der Classic Week hatten die 15qm-Juniorboote (fälschlich auch Folke Junior genannt, obwohl die Klasse viel älter als die Folke-Boote ist) mit über 100 Boten ihre Dänische Meisterschaft.
Zum Anfang der "CW" gab es am Sonntagmorgen eine Parade aller (wohl 200 - 300) Schiffe von Svendborg aus durch den Sund bis etwa Valdemars Schloss und zurück, die aber zeitweilig sehr unter Flaute litt. Als Crew für die Parade kamen Barbara Koller ( HJ 161) und ein alter Freund von mir, Duke Panzer, den ich vor gut 30 Jahren in Sydney/Australien in einer Bar kennenlernte, an Bord. Er war damals Pilot für eine Fluglinie. Den Sommer verbringt er jetzt mit der Familie in Troense, den Rest in USA.
Nach der Parade blieb ich gleich im Museumshafen von Svendborg, in dem man sehr schön zwischen traditionellen Schiffen liegt und als "Woody" auch gern gesehen wird.
Am Montag war eine 25 Meilen Regatta angesagt, Start in Ranzauminde im Westausgang des Svendborg- Sundes gelegen. Die Inseln Skarö und Drejö mußten an Stb. bleiben, dann durch die Rinne bei Avernakö und zurück nach Ranzauminde. Die großen Boote hatten einen noch längeren Kurs. Zeitlimit war 18.00. Als Crew hatte ich Martina, die Frau des Eigners der ELISABETH IX, abgeworben.
Es war sehr warm, viel Sonne und so flau, daß wir Mühe hatten, überhaupt zum Start zu kommen. Anfangs ging es ganz gut, wir konnten uns an die Spitze der gesamten Flotte von etwa 50 Schiffen setzen, dann brach der Wind, der eher nur ein Hauch war, zusammen. Von Norden brachte er die ganze Flotte wieder mit, so daß wir die Untiefen-Tonne südlich von Drejö etwa gegen 15.00 als nur noch 5. Boot rundeten. Wir gingen ganz unter die Küste von Drejö und konnten unsere Position wieder ein wenig verbessern. Voraus konnten wir schon sehen, wie ein Ziel bei der Drejö-West-Untiefen-Tonne (Mads) eingerichtet wurde. Aber dann war der Wind etwa 1 Meile davor wie abgeschnitten, während er die hinten liegenden Boote mitbrachte, bis sie alle nebeneinander um 18.00 etwa 1 Meile vor dem Ziel liegen blieben. So etwas habe ich noch nie gesehen! Dann ging es darum einen Schlepp zu finden für den langen Weg zurück nach Svendborg. Die letzten kamen gegen 22:00 an.
Für Dienstag waren zwei Dreiecksregatten in der Lunke Bucht, also im "Vorgarten" von Valdemars Schloss, um den Sophus-Weber-Pokal im Programm.
Mit leichten östlichen Winden, die sich jedoch zu einer strammen Briese aufbauten, und böse Dreher in sich bargen, aber sonst königlichem Wetter gingen wir als achte Gruppe an den Start. Weil wir mit den 12mR-Yachten (4), 95qm-Schärenkreuzern(3), 6mR-Yachten (6) und all den anderen auf einem Kurs segelten, war der Kurs entsprechend lang, aber es gab auch fantastische Bilder und mächtig Spannung, wenn man zusammen mit den "Großen" um die Tonnen ging. Die liefen ja doppelte und dreifache Geschwindigkeit von uns. Und dann mußte man als kleines Boot ja möglichst die "Innenposition" haben.
Als Crew hatte mir die SENTA Volker Plass aus Bremen vermittelt, schon ein wenig älter als ich, aber das ging bestens. Volker auf den Vorwindstrecken am Ruder, ich auf dem Vordeck, ausbaumen, dann in der Nähe der Tonnen Wachwechsel.
Die BM Jolle "RISK" war in unserer Gruppe, und ich kannte sie als ernsthaften Gegner, die wir auf der endlos langen Kreuz nie ganz aus den Augen verlieren durften. Taten wir auch nicht, wir konnten in der ersten und zweiten Wettfahrt in unserer Gruppe gewinnen.
Die zweite Wettfahrt lief ähnlich wie die erste, der Wind hatte etwas nach rechts und aufgedreht, und der Kurs war leicht verlegt worden. Die "RISK" verbesserte sich und rückte uns mächtig auf die Pelle, aber schaffte uns nicht.
Für den nächsten Morgen waren wieder Sonne und leichte Winde angesagt. Der wurde jedoch zunehmend steifer, so daß wir vor dem Start noch schnell von der Genua auf die Fock wechselten, und eigentlich wäre auch ein Reff nicht verkehrt gewesen. Die Windrichtung war ähnlich wie am Vortag, aber es stand eine kurze, harte, steile Welle. Trotzdem, es wurde ein herrlicher (nasser) Segeltag. Mit "Vordeck" war nichts mehr. Wir dachten, daß wir bei der Welle "RISK" nicht mehr sehen würden, taten wir auch nicht, sie fuhr uns nach dem Start einfach weg. Das Boot ist bei Wind unglaublich! So machten wir dieses Mal den zweiten Platz, konnte aber in unserer Gruppe den Gesamtsieg holen.
Am Spätnachmittag dann die von einer zauberhaften Stimmung begleitete Preisverteilung auf der Freitreppe von Valdemars Slot, mit der Lunke Bucht im Rücken, mit einem Empfang durch den Baron vorweg .
In den Stallungen des Schlosses hat der Schlossherr, Baron Nils Juel-Brockdorff, ein sehr sehenswertes kleines Museum mit historischen Yachten und Booten eingerichtet. Er selber segelt einen bildschönen 6er, der ursprünglich für den König von Norwegen gebaut wurde.
Die zweite lange Regatta nach Aerösköping machte ich aus Mangel an Crew und wegen vorhergesagtem noch mehr Wind mit Gewitterböen nicht mehr mit.
Der Abschluss der Classic Week bildete das große Segler-Abendessen im Paket Huset direkt am Svendborger Hafen.
Niedlich war auch die Begegnung mit Hansa-Jolle 99 von Dr. Peter Rüßler die am Sund auf Thurö zu Hause ist und sich in einem traumhaften Zustand befindet. Sie spornte uns auf der zweiten Wettfahrt ein wenig an, nahm aber leider an den Wettfahrten nicht teil, weil sie erst einen Tag vorher ins Wasser kam.
Am Sonnabend machten sich der 6er "ELISBETH IX" und die "CIRCE" bei leichtem Wind zusammen auf den Weg nach Westen. Der Wind war so leicht, daß wir kaum gegen die Strömung im Sund ankamen. Da kam die "SEXTETT" vorbei, erbarmte sich unser und gab uns einen Schlepp bis etwa Skarö. Danach ging es eine Weile, bis bei Avernakö der Wind völlig einschlief. Auf dem Wasser zwischen den Inseln eine Stimmung wie auf alten Bildern, mit treibenden Booten, einfach zauberhaft. Ich nutzte die Gelegenheit zum Schwimmen und Säubern des Wasserpasses. Irgendwie brachten sie auf der "ELISABETH" den gut 50 Jahre alten Albin-Motor, der sich lautstark dagegen wehrte, zum Laufen. Der zog uns dann zur Insel Lyö. Der Hafen war so voll, daß man querbeet rüberlaufen konnte.
Für den Sonntag war Wind aus Norden angesagt, statt dessen bekamen wir strammen S-S-W, nicht gerade günstig für Kurs nach Süden. In der "Düse" zwischen Ärö und Avernakö mußte ich schon reffen und ballerte gegen eine harte, kurze See an. Im Kleinen Belt brieste es noch auf, aber die See wurde länger und höher. CIRCE kletterte mit einem leichten Schrick in den Schoten tapfer über alles hinweg und brachte mich in guter Zeit nach Schleimünde. Am nächsten Morgen ging es bei schönstem Wetter nach Laboe und auf dem Hänger nach Hause.

HAMBURGER SUMMER CLASSICS im HSC 10. & 11. August 2003

Die Teilnahme an dieser Regatta ist für mich "Muß". Gut 60 Boote aller Klassen waren am Start, darunter fünf Hansa Jollen. Es sind drei Wettfahrten, die alle nach dem Känguruh-System gestartet werden. Bei "Känguruh" startet das langsamste Boot zuerst und danach in vorgegebenen Zeitabständen, die abhängig von der jeweiligen Yardstickzahl und geschätzter Dauer der Wettfahrt ermittelt werden, die schnelleren Boote. Der Vorteil bei diesem System ist Einzelstart für die jeweiligen Boote und Segeln ohne Vergütung danach. Der Erste im Ziel bleibt Erster, der Letzte bleibt Letzter.
Als Crew hatte Kersten Frank angeheuert. Die erste Wettfahrt wurde bei fast Flaute mit für die Alster typischen Windlöchern, Drehern und Privatbriesen gestartet und lief für CIRCE grauenhaft. Wir hatten einen furchtbaren Start und wurden bis auf den drittletzten Platz durchgereicht, konnten uns jedoch wieder auf den 31. Platz hocharbeiten.
Am späten Nachmittag wurde der Wind stetiger, und wir konnten einen 7. Platz erringen. Am Sonntag wieder bei leichterem Wind eine schöne Wettfahrt mit einem 15. Platz für CIRCE.
Gesamtsieger wurde ein 12qm-Sharpie, dann 2. eine H-Jolle, 3. eine Schweriner Einheitsjolle, wir belegten den 12. Platz, Peter König mit +94 wurde 28., Rüdiger Schach mit +148 wurde 36., Michael Krummhoff mit +58 wurde 44., und Peter Tamm mit +166 wurde 52..
Eine wunderschöne Regatta mit großartiger Preisverteilung (Preise für alle) freiem Holsten Pilsner und Büffet, und Teilnehmern die von England, Holland und Österreich sowie fast allen deutschen Revieren kamen.

KLASSIKER REGATTEN LABOE 21. bis 24. August 2003

Es hatten wieder gut 200 Yachten und Boote den Weg nach Laboe gefunden. Der Hafen war voll. Die größten waren vier 12mR-Yachten, dann waren da eine 10mR, eine 9mR, drei 8mR sowie sieben 6mR-Yachten und Tourenyachten aller Größen und Typen sowie jeden Alters.
Viel kleiner als Hansa-Jolle ging nicht. Neben CIRCE waren da noch die +180 mit Herrn F. Just, der mit seiner kleinen Tochter segelte. Großartige Leistung der beiden bei dem Wind. Dann +257, eine neue "Zosel", Eigner B. Lüdke, der aber, als klar wurde, wie viel Wind wir bekommen würden, gleich wieder zusammenpackte, und die +82 von D. Urschel, der aber auch nicht startete.

Am Freitag waren zwei Dreiecks-Pokal-Wettfahrten in der Strander Bucht angesagt. Der Wind, SW 5-6 in Böen 7Bft, so viel war nicht vorausgesagt worden. Wir hatten Start 5 zusammen mit 18 Booten aller Klassen, von denen 6 nicht starteten. Kersten Frank war wieder meine Crew, wir hatten mit einem Reff im Groß und Fock einen guten Start, gingen auf die Land Seite der Bucht. Das Boot lief unter diesen Segeln gut, die Welle war unter der Küste nicht so grob, so daß wir die erste Wettfahrt nach berechneter Zeit gewinnen konnten.
Bei der zweiten Wettfahrt fanden wir uns nach dem Start auf der Seeseite der Bahn und blieben dort, weil wir durch die ganzen Yachten der anderen Gruppen, die schon vor dem Wind liefen, nicht durch- segeln mochten. So landeten wir auf Platz 7.
F. Just mit seiner Tochter machte erst Platz 8 und dann Platz 11.
Gewinnen konnte in unserer Gruppe der Drachen OLDY mit einem 2. und 1. Platz.
Es waren unbeschreiblich berauschende Bilder, wie die Yachten mit Knochen zwischen den Zähnen über Rumpfgeschwindigkeit laufend auf der relativ kurzen Bahn bei schönster Sonne um die Wette segelten.
Für den Sonnabend, die lange Regatta, sagten die Frösche ähnliche Bedingungen, eher leichter als gestern voraus. Der Kapitän des 12ers OSTWIND, Fiete Pyrus, meinte jedoch, es würde eher mehr werden und aus NNW. Er sollte Recht behalten.
Start ist in der Strander Bucht, für unsere Gruppe bleibt die Tonne Kleverberg-S an Steuerbord, dann zur Kleverberg-O-Tonne die zu runden ist, zurück zur grünen Fahrwasser-Tonne 3, von dort aus wieder zur Kleverberg-S, die runden, danach zurück zur 3, von dort zur 5 und dann ins Ziel, gute 18 Meilen.
Gleich beim Auslaufen refften wir, und setzten die Fock Wir hatten eine guten Start, und ab ging die Post mit einem Anlieger zur K-S, dann mit einem Schrick zur K-O. Sobald wir aus der Strander Bucht raus waren, hatten wir keinen Landschutz mehr, an der K- O stand eine für uns mächtige See und wir hatten unsere 7Bft. Kersten und ich einigten uns auf eine Kuhwende, und dann ging es Raumschoot richtig ab. Meinem Freund Dr. Martin Bröcker und seiner Frau mit ihrem Piraten waren wir schon vorher begegnet, als sie uns entgegen surften. Nun kamen wir auch zu diesem Genuß. Die 1,5 Meilen Kreuz zwischen der 3 und K-S waren schon Quälerei, wir hatten zu viel Tuch drauf. Dann wieder surfen bis zur 5. Der Himmel hinter Schilksee war in der Zwischenzeit schwarz geworden, und ich ahnte, was dort kommen würde, und es kam früher als mir lieb war. Auf der Zielkreuz hatten wir stramme 8Bft und viel zu viel Tuch drauf , nun war es echte Quälerei, aber nachdem wir nun schon die ganze Strecke gesegelt hatten, mochten wir jetzt nicht aufgeben. Wir brauchten für die 18 Meilen 1:36.12 Stunden, Martin war gut 15 Minuten schneller. Mit Piraten kann man etwas anfangen.
F. Just, +180, mit seiner Tochter, hatte die Programmänderung nicht mitbekommen und hatte ein DNF, aber "Hut ab" vor seiner Kleinen.
In unserer Gruppe wurden wir 2., aber schnellste Hansa-Jolle und so mußte ich den großen OSTWIND-Topf nun das vierte Mal in Reihe wieder mit nach Hause nehmen.
Wer sich einen Eindruck von den Bedingungen dieser Regatta verschaffen möchte, der sollte sich die Bilder und die Reportage von Kai Graiser in der Nr.10 von "SEGELN" ansehen.
Danach wollte ich noch ein paar Tage in die Schlei, sozusagen zum Abgewöhnen, kam aber nur bis Schleimünde und war dort für einige Tage eingeweht. Tagelang Sturm, eine Nacht hatten wir 10. Aber von dort zurück nach Laboe war traumhaftes Segeln.

HOLZBOOTREGATTA im SSV, SCHWERIN 6.- 7 September 2003

Um es voraus zu nehmen, ein wunderschönes Clubhaus, traumhaftes Revier, immer mit dem märchenhaftem Schloß irgendwie im Hintergrund und eine gute Stimmung. Es machte richtig Spaß, dort teilzunehmen.
CIRCE reiste auf dem Hänger an, Krahnen ging flott und ein schöner Liegeplatz gleich neben M.Krummhoff's Hansa-Jolle 58, wo wir später zu viert lagen, die +148 mit Rüdiger Schach und +22 mit Urschel kamen auch noch.
Gewertet wurde nach Yardstick, zu Segeln waren Dreiecke im See mit Start gleich vor dem Clubhaus.
Am Start waren gut 50 Boote, überwiegend Jollenkreuzer, aber auch ein paar Folkeboote sowie alle möglichen Jollen wie Sharpie's "M", "V", "H" und die nicht zu verachtenden Schweriner Einheits- Jollen, geklinkerte Boote nach einem Riss von Drewitz von etwa 1920. Gestartet werden sollte nach Känguruh-System.
Kersten war wieder Crew, was mich nach den Erlebnissen in Laboe fast wunderte. Am Sonnabend, dem ersten Tag, waren bei steifer Briese drei Wettfahrten angesagt. Gleich ein Reff ins Groß und die Fock, nach einem guten Start eine wunderschöne und spannende Wettfahrt, die bei uns mit einem 12. Platz endete. +58 machte den 35., +148 den 47., und die +22, als Crew war ein kleiner Krummhoff an Bord, den 48. Platz
Dann kam ich beim nächsten Start ein wenig durcheinander, obwohl Kersten richtig ansagte, und startete etwa 3 Min. zu spät. Das wurde mit einem 22 Platz bestraft. +58 machte einen 34. +148 einen 45. und +22 konnte nicht starten, weil man schon wieder gestartet hatte, als sie noch auf dem Weg zum Ziel war. Dieses war der Grund weshalb ich beim Start zögerte.
Die nächste Wettfahrt wurde nach einer Bierpause an Land gestartet. Inzwischen hatte sich der Wind auch ein wenig gelegt, und wir konnten das Reff rausnehmen. Diesmal ging bei dem Start alles glatt, und wir machten einen 11. Platz, +58 den 26., die +148 hatte einen DNF und die +22 den 45. Platz.
Insgesamt hatten wir den 15. Platz, die +58 den 33. und die beiden übrigen den 48. und 49. Platz.
Am Abend großes Grill-Fest mit den dazugehörigen Bieren vor dem Clubhaus. Eine zu schöne Stimmung.
Die für den Sonntag geplante Wettfahrt fiel wegen Flaute aus, statt dessen segelten, paddelten oder wurden wir zu einer der Inseln im See, Kaninchen Werder, geschleppt.
Dort war Frühschoppen und Boßeln angesagt. Urschel riß die Hansa-Jollen mit seinem 2.Platz wieder raus.
Eine schöne Preisverteilung mit Preisen für alle. Schwerin selber ist überaus sehenswert und "um die Ecke".
Ich könnte mir in Zukunft dort auch einen Deutschland Pokal der Hansa-Jollen mit guter Beteiligung und danach noch einige Tage Tourensegeln auf dem See vorstellen.

Günter O. Ahlers
Hansa Jolle 222


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