GER 222

Im kommenden Jahr werde ich 80, und suche langsam, wenn auf dem Wasser, 
nach mehr Comfort und weniger Umstand. Ich denke es wird langsam Zeit 
für CIRCE einen neuen Eigner zu finden, bevor sie anfängt mit mir zu 
segeln! Zwischen der Dame und mir war es eine lange Liebe, die über 20 
Jahre gehalten, und viele spannende Momente bereitet hat! 

Das Boot wurde von dem Bootsbaumeister Thure lackschewitz in Mölln im 
Sommer 1989 nach über 1 1/2 Jahren Bauzeit  an mich abgeliefert. Jede 
Woche war ich auf der Werft,  habe den Bau beaufsichtigt, kleine Teile 
als Rohlinge mitgenommen und selber gefertigt. 

Der Rumpf wurde in 5 Lagen Mahagony, 2.5mm je Lage in vacuum Bauweise 
mit dünnen Epoxy als Verbindung der einzelnen Lagen, über einen soliden 
Block gebaut. 

Der Innenkiel ist in 3 Lagen Mahagony gefertigt, Totholz zwischen Rumpf 
und Ballast ist in Cambala-Teak, während der Schwertkasten in Burma-Teak 
ausgeführt wurde. 

Alle Bodenwrangen haben sind in Sipomahagony, haben doppelte Stärke aber 
auch Abstände als in der A&R Bauzeichnung festgelegt. ( Ist stärker und 
lässt sich besser sauber halten) Unter dam Mast befindet sich eine 
Mastspur über 3 Bodenwrangen, die nach unten mit dem Kiel verbunden ist. 

Jedes Schott ist wasserdicht und mit einem Spant mit der Aussenhaut 
verbunden. Im Mastbereich befinden sich auch 2 Spanten mit je einem 
grossen Knie zu den Decksbalken, um den Bereich zu verstärken. Doe 
Rüsteisen haben je ein extra Knie. Unter dem Mast befinded sich eine 
solide Maststütze, die hoch geklappt werden kann. 

Der Balkweger sowie die Decksbalken sind in bestem Oregonpine 
ausgeführt, während 3 Balken im Mastbereich in doppelter Stärke in Esche 
angefertigt wurden. 

Das Deck ist aus bestem Teak im Vacuum auf Sperrholz durch die Fa. 
Sommerfeldt verlegt. 

Scheuerleiste ist wie bei A&R Booten in Esche aber durch Epoxy mit der 
Aussenhaut verbunden, ( kann kein Wasser drunter kommen)  der Setzbord 
und Schandeck jedoch in besten Teak unter Lack. 

Der Aufbau und Cockpitseiten sind in besten Mahagony, welches beim 
Furnierschneiden übrig blieb und deshalb gekocht wurde, gut 1 mm stärker 
als im Bauplan festgelegt. 

Das Aufbaudeck wurde im Vacuum etwa 16mm stark, aber ohne Decksbalken in 
der nach Zeichnung festgelegten ovalen Decksbalkenbucht angefertigt. 
Vorteil, mehr Kopffreiheit und man stößt sich nicht den Kopf an den 
Balken und eleganter als die von A&R gebauten, die in diesem Punkt von 
den Plänen abweichen. War wohl billiger so? 

Die Bodenbretter sind aus bestem Cambala-Teak, unlackiert. 

Der Ballastkiel ist aus 120kg Blei, Kielbolzen, Schwertkasten Dom sowie 
alle nicht sichtbaren Schrauben, Rüsteisen etc in V 4a. 

Alle Decksbeschläge sind in Bronce, nach Original A&R Modellen von 
Dauelberg gegossen, so wie im Original Decksplan festgelegt. 

Der gesamte Rumpf, wurde nach Fertigstellung, innen und aussen mit 3 
Lagen Epoxy, dann 1 Lage 2 Componenten Lack als UV Schutz, dann 
ausschliesslich im Überwasserbereich mit Epifanis, Unterwasser mit 
International Antifouling gemalt. In der Regel jedes Jahr 1 Lage, nach 
gutem schleifen. 

Der Aufbau wird am Liegeplatz durch eine Ganzpersenning, welche bis etwa 
10 Über die Wasserlinie reicht, geschützt, und im Schnitt nur alle 3 
Jahre lackiert. 

Wenn CIRCE mit mir unterwegs ist, dann hat sie ein Baumpersenning von 
Vorderkante Mast bis Achterkante Baum, von Schandeck bis Schandeck. 
Ausserdem hat sie noch eine „Kuchenbude“ die ich beerbt aber nie benutzt 
habe. 

Das Boot kommt mit 2 Masten, einer in Orgonpine etwas weicher als der 
andere in Silberspruce, beide etwa gleiches Gewicht und mit eigenem 
stehenden Gut. Wantenspanner sind in Silikonbronce mit Toggles A&R Muster. 

Der Baum ist Spruce und etwas stärker als nach Zeichnung, mit 
Schwanenhals und Mastbeschlag vom N. Folkeboot und Reffkaken, also nicht 
drehbar! 

Sie kommt mit 2 Rudern, das eine ein „Ahlers Spezial“ zum Tourensegeln, 
das andere ein Spatenruder nach Klassenvorschrift. Beide Ruder reichen 
nur bis Unterkante Ballastkiel, so dass sie bei Grundberührung nicht 
beschädigt werden, oder den Ruderbeschlag beschädigen. Das Boot segelt 
mit dem „Spezial“ nahezu neutral, also nur mit ganz leichter 
Luvgierigkeit und ist bei allen Bedingungen gut beherrschbar, ohne den 
Steuermann den „Arm auszureissen“. 

Sie kommt mit 2 Satz Segel, alle bis auf eine Genua Beilken Classic. Das 
eine Grossegel ist ein wenig voller als das andere. Das vollere hat 2 
Reffreihen, das flachere nur eine.  Sturmfock, dann Fock 1, bis zum Want 
reichend, weiter Fock 2, bis etwa 15cm vor dem Want, eine Genua voll, 
eine Genua leicht, und eine Quantum Genua etwas flacher geschnitten. 

Dazu gehören 2 Ausbaumer, 1 für die Fock und 1 lang für die Genua. 

Alle Blöcke sind von Harken. 

Sie kommt mit einem A&R geschmiedeten Draggen, etwa 5m Vorlauf Kette und 
30m Ankerleine, einem Amerikanichen Paddel, 2 Fendern in Tuch und 4 
Festmachern, sowie Rennstander. 

Dazu gehört ein speziell dafür angefertigten Tailer mit speziellen 
Haltevorrichtungen für das Boot und den Mast. der wenn nicht unterwegs, 
immer in einer Halle steht, TÜF für 2 Jahre. 

Sie ist komplett für € 35.000,- im besten Zustand für einen Liebhaber zu 
haben. 

Sie ist mit Sicherheit eine der schönsten und schnellsten und hat mit 
mir mehr Preise gewonnen als ich erinnern kann, abgesehen von der 
Freude, die sie mir gebracht hat. 

Kontakt: Günter Otto Ahlers g.o.ahlers@web.de